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Steinway & Sons und Wolfshagen im Harz

Die berühmteste Flügelmarke der Welt und ein nicht ganz so bekannter Ort am Nordrand des Harzes: Wie das zusammenpasst? Kein anderer als Heinrich Engelhard Steinweg – Klavierbauer und Gründer von Steinway & Sons – wurde am 22. Februar 1797 in Wolfshagen geboren. Der 2011 gegründete Wolfshäger Steinway-Verein macht sich zur Aufgabe, das Andenken an den renommiertesten Namen des Ortes in Form eines Festivals zu bewahren, das sich mit hochwertigen Konzerten über das ganze Jahr erstreckt. Im Mittelpunkt steht ein ganz besonderer Steinway-Flügel von 1907. So werden in Wolfshagen Konzerte auf die Bühne gebracht, die die klassische Klaviermusik mit vielen weiteren möglichen Kunstformen und Stilrichtungen verbinden.

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Noah Vinzens

1. Vorsitz / Künstlerische Leitung

Spätestens nachdem Noah Vinzens ein Konzert von Sir András Schiff übernehmen durfte, gehört der Deutsch-Schweizer zweifelsohne zu den interessantesten Nachwuchs-Künstlern seiner Generation. Er trat bereits in über 50 Ländern auf. Zahlreiche Gewinne nationaler sowie internationaler Klavierwettbewerbe kann der 27-Jährige bereits aufweisen. Momentan beendet er sein Master-Studium bei Lars Vogt an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Noah Vinzens ist Steinway-Artist.
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Silja Meyer-Zurwelle

2. Vorsitz / Organisation

Die Violine und das Schreiben: Das sind Silja Meyer-Zurwelles zwei große Leidenschaften von klein auf. Als Tochter einer Musikschullehrerin wuchs die Geigerin und Journalistin in der Unesco-Weltkulturerbe-Stadt Goslar auf. Nach dem Abitur absolvierte sie ihr Violinstudium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Ihre journalistische Ausbildung vervollkommnet Silja Meyer-Zurwelle derzeit im Volontariat bei der Goslarschen Zeitung.

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Zurück zu den Wurzeln

“Steinway war im eigenen Geburtsort unterrepräsentiert. Das war eine Katastrophe.” Jochen Bremer, Mitbegründer und ehemaliger, langjähriger 1. Vorsitzender zögert keine Sekunde, wenn er den Grund für die Initialisierung des Steinway-Vereins nennen soll. Doch bevor der Verein 2012 zum Wolfshäger Steinway-Verein wird, gibt es zunächst einen Arbeitskreis. Zusammen mit Ingo Treuner und Horst Immenroth wird am 22. Januar 2011 der Arbeitskreis Wolfshäger Steinway Tage e.V. aus der Taufe gehoben. Das Ziel der damals nur sieben Mitglieder starken Gruppe: die Förderung von Kultur, deren Pflege und Erhaltung im Harz. Noch im Mai 2011 organisiert der Arbeitskreis ein Benefizkonzert zugunsten der Opfer des Tohoku-Erdbebens in Japan. Der Erlös von 2250 Euro kann der Japanischen Gesellschaft in Braunschweig für ein Schulprojekt in dem betroffenen Gebiet überwiesen werden. Von Anfang an wird zudem die Nachwuchsförderung ein wichtiger Teil des Programms. Immer wieder erhalten begabte Jugendliche die Möglichkeit, ihr musikalisches Können auf der Bühne zu präsentieren.

Und ein weiterer Punkt auf der Wunschliste des noch jung gegründeten Teams erfüllt sich innerhalb der ersten Saison 2011/2012: Es wird ein eigener Steinway-Flügel angeschafft. Seit Dezember 2012 ist das Instrument von 1907, welches die frühe Produktionsnummer 125.787 von Steinway&Sons trägt, im Besitz des Vereins. Zunächst wird der Flügel des ehemaligen Dresdner Klavierpädagogen Roland Buchwald durch Mietkauf erworben. Mitglieder und Freunde des Vereins sorgen schließlich mit Anteilsscheinen dafür, dass die gesamte Kaufsumme aufgebracht werden kann. Mittlerweile sind alle Scheine zurückgezahlt worden und das Instrument ist nun vollständiges Eigentum des Vereins. Der Flügel hat seinen Platz in der “Villa Heinrich”, einem eigens angefertigten Holzbau, in dem die nötige Luftfeuchtigkeit und Temperatur gehalten werden kann, gefunden.

Bereits vor 2011 gibt es das alle zwei Jahre stattfindende Steinway-Gedächtniskonzert, ab dem Start des Steinway-Vereins reihen sich zahlreiche Konzerte über das ganze Jahr verteilt dazu. Hauptaustragungsort ist nach wie vor die Wolfshäger Festhalle, die mit verschiebbaren Wandelementen perfekte Bedingungen für verschiedene Formate bietet. Klassische Klavier- und Liederabende, aber auch Musik von und mit Entertainer Gunther Emmerlich und verschiedene Jazz-Bands sind Teil des Programms. Bewährte Traditionen sollen auch in den kommenden Jahren vom stetig wachsenden Verein fortgeführt werden. Neue Konzertkonzepte – und natürlich viele weitere international anerkannte Künstler –  werden in den bevorstehenden Spielzeiten dazukommen.

Wolfshäger_Steinway_Verein_Heinrich_SteinwegHeinrich Engelhard Steinweg – Von Wolfshagen nach New York

Heinrich Engelhard Steinweg wird am 22. Februar 1797 in Wolfshagen im Harz geboren. Der Sohn des Köhlermeisters Heinrich Zacharias Steinweg muss schon früh etliche Schicksalsschläge verkraften. Seine Mutter Rosine Elisabeth stirbt 1810 an einer Brustkrankheit, sein Vater nur ein Jahr danach. Im Kirchenbuch steht später, dass er als “Häusling und Verarmter, sonstiger Köhler” zu Tode gekommen sei. Als Ursache wird Auszehrung angegeben. Heinrich Engelhard Steinweg wird ab diesem Moment als Armenkind auf Kosten der Gemeinde erzogen. Er ist das jüngste von zwölf Kindern, hat seine Geschwister jedoch bereits im Alter von 15 Jahren alle überlebt. In dieser Zeit vertreibt sich der junge Heinrich Engelhard die Langeweile mit dem Zither- und Gitarrenspiel und fertigt aus Fichtenholz sein erstes eigenes Instrument, für das ihm viel Bewunderung zuteil wird. Doch bevor er seine Begabung ausleben kann, muss er ab 1814 im Krieg gegen Napoleon kämpfen. Gerne würde man ihn beim Militär behalten, doch Steinweg verabschiedet sich am 23. Juni 1822 als Soldat und geht nach Goslar, um die Kunsttischlerei zu erlernen. Da das Zunftgesetz allerdings verlangt, dass man sich erst nach vielen Jahren in diesem Fach selbstständig machen darf, verlagert Heinrich Engelhard sein Interesse schnell auf die Anfertigung von Saiteninstrumenten. Er arbeitet ein Jahr lang für einen Orgelbauer, bevor er nach Seesen umsiedelt und sich dort mit großem Eifer dem Klavierbau widmet. Der junge Steinweg studiert die Modelle der alten englischen und der modernen deutschen Flügel eingehend und fertigt innerhalb eines Jahres sein erstes eigenes Instrument an. Sein Geschäft entwickelt sich fortan prächtig, doch wegen der unruhigen politischen Lage fasst Steinweg 1850 den Entschluss, in die vereinigten Staaten zu emigrieren. Mit vier seiner Söhne geht er am 28. Mai nach New York und macht sich dort schnell selbstständig. Ein Jahr später anglisiert er seinen Namen zu Henry E. Steinway, seine Firma heißt seitdem Steinway & Sons. Der Rest ist Geschichte: Steinway & Sons erlebt bald weltweit enormen Aufschwung. 1866 errichtet das Unternehmen die Steinway Hall in New York, zu dieser Zeit einer der größten Konzertsäle der Stadt. Heute stehen die Flügel Steinways auf fast allen wichtigen Podien der Welt.

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Steinway & Sons ist unumstritten einer der bekanntesten und qualitativ hochwertigen Flügel-Hersteller der Welt. Die von Heinrich Engelhard Steinweg und seinen Söhnen am 5. März 1853 in New York gegründete Firma war maßgeblich an der Entwicklung des heute bekannten „modernen“ Flügels beteiligt. Steinway & Sons hat mehr als 125 Patente im Klavierbau erfolgreich angemeldet. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass es den heutigen Flügel ohne die Erfindungen Steinways in dieser Form nicht geben würde. Die Konzertflügel werden heute in Hamburg und New York gefertigt. Ein Steinway-Flügel besteht aus rund 12´000 Einzelteilen. Durchschnittlich zwei Jahre müssen die Edelhölzer lagern, bevor sie in die Fertigung gelangen. Ein weiteres Jahr benötigt es, bis das fertige Instrument die Fabrik verlässt.

Der Wolfshäger Steinway-Verein freut sich immer über neue Mitglieder, Förderer und Sponsoren. Da sich der  Verein dem Erhalt und der Pflege von Kultur verschrieben hat, arbeitet er gemeinnützig und stellt Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus. Auch gibt es lukrative Pakete für Sponsoren. Scheuen Sie sich nicht, uns jederzeit anzusprechen, Feedback zu geben oder Ideen anzubringen. Gerne schicken wir Ihnen Unterlagen für Sponsoring, die Satzung des Vereins oder auch das Beitrittsformular zu. Wir freuen uns über Austausch und Kommunikation.